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Livin' With Jesus

Ausstellung: 07.12.2013 – 12.01.2014

JESUS #3 – TODESKARTEN AUS MANNHEIM

2014/01/11 by tb

Begräbniskarten aus Mannheim

Gekauft in Größe Distanz Kaufpreis Mindestgebot Gebote
Mannheim (D) 0,18 m² 226 km 1,- € (+4,-) 19,02 € 0

16. April 2008 – Drei Abende am Stück mit Gästen. Ich bin eigentlich zu Hause eigentlich am liebsten alleine, daher bedeutet dieses Projekt eine substantielle Umstellung. Die Unterhaltungen mit meinen Gästen sind interessant, wir reden über viele verschiedene Dinge und ich habe den Eindruck, die Gespräche laufen auf relativ persönlicher Ebene ab.

Jeder Gast reagiert anders auf die einzelnen Bilder. Jeder Gast reagiert anders auf den Gesamteindruck.Bisher haben alle Gäste behauptet, sie hätten den Besuch genossen. Ich bin geneigt, ihnen zu glauben.

In der Agentur haben die Kollegen, die mich bereits besucht haben, ihre Lieblingsmotive verglichen.

Ich kann mir bei weitem nicht alles merken, was ich im Laufe des Projekts bereits erfahren und gehört habe. Es ist einfach zu viel Input. Ich frage mich, wann ich das erste Mal vom Projekt träumen werde.

Der Jesus des Tages sind eigentlich eine ganze Anzahl von Bildern. Ich habe eine Schachtel bei einem Verkäufer aus Mannheim erstanden, die Totenbildchen und andere Kärtchen und Heftchen enthält.

Ich habe mit mir gerungen, ob ich die Schachtel überhaupt kaufen soll. Schließlich geht es um Verstorbene. Aber gerade mein Zögern überzeugt mich schließlich, den Kauf zu tätigen.

In dem Material gibt es einige spannende Exemplare. Zunächst findet sich inmitten der „Mannheimer“ ein Mann, der 1884 in Ulm geboren wurde.

Dann gibt es eine Karte aus Italien. Auf der Rückseite kann man gerade noch eine Widmung zur Kommunion entziffern. Das Datum: 17. März 1931.

Auf einem anderen wird ein Gebet, „den Missionen in Mittelafrika“ gewidmet, die vom sich ausbreitenden Islam bedroht werden.

Auch heute noch kommt es vor, dass Angehörige anderer Religionen in bestimmten Ländern verfolgt und getötet werden. Ich kann es nicht verstehen.

Heute besuchte mich ein Geschäftspartner aus Reutlingen, denn ich erst vor Kurzem kennen gelernt habe. Der Abend war sehr spannend. Wie bei einigen anderen Gästen ist die Religiosität in seiner Partnerschaft sehr unterschiedlich ausgeprägt. Er ist aus der Kirche ausgetreten, sie nicht. Ich will nicht zu sehr in private Details gehen, aber es ist interessant, das bislang alle Besucher eine ganz persönliche Geschichte zu erzählen hatten und dass alle eine direkte Beziehung zu diesem Thema haben.

Er war sehr interessiert und betrachtete die Bilder alle sehr genau. Ich erzählte ihm, was ich über die Motive wusste, auf welchen Geschichten sie basieren und er sagte häufiger: „Jetzt, wo du es sagst, kommt es mir bekannt vor.“ Das zeigt, wie eng die meisten Menschen mit Religion und der Bibel verknüpft sind, wenn auch unbewusst.

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