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Livin' With Jesus

Ausstellung: 07.12.2013 – 12.01.2014

JESUS #1 – ZUM ANDENKEN AN DIE ERSTE HEILIGE KOMMUNION

2014/01/11 by tb

Bild einer Erwachsenenkommunion

Gekauft in Größe Distanz Kaufpreis Mindestgebot Gebote
Ichenhausen (D) 0,018 m² 210 km 3,- € 5,38 € 0

14. April 2008 – Der erste Projekttag war recht ruhig, aber aufregend. Ich kam zum ersten mal von der Arbeit nach Hause und der Raum ist voller Jesus-Bilder. Und bis auf drei sehen alle zur Türe.

Es ist ein komisches Gefühl, für mich als unreligiöse Person. Noch komischer ist die Aussieht, dass mich in dieser Wohnung zum ersten mal Leute besuchen kommen. Und ich hatte noch nicht alles vorbereitet.

Spannend war der Abend auf jeden Fall, denn ich saß zum ersten Mal zwischen fünf Menschen in einem Raum voller Jesus-Bilder und beobachtete, was sich so für Gespräche ergeben. Interessanterweise hat sich der einzige studierte Theologe im Raum sehr zurückgehalten.

Der erste Jesus des Tages ist gleichzeitig der erste Jesus, den ich für dieses Projekt gekauft habe. Es ist auch der erste Jesus, den ich je in meinem Leben gekauft habe. Ich würde nicht religiös erzogen. Ich wurde auch nicht anti-religiös erzogen. Vielleicht kirchen-skeptisch. Aber religiöse Gegenstände haben in meinem Leben bislang keine Rolle gespielt.

Dieses ersten Jesus meines Lebens habe ich in Ichenhausen gekauft. Ich wohne ganz in der Nähe. Ich hatte beschlossen, beim nächsten Flohmarkt den ersten Jesus zu kaufen, den ich sah. Und gleich am ersten Stand, ganz links unten, lag dieser Jesus. Das war kurz nachdem mich Gespräche mit meinem Chef, Christian Schwarm und dem finnischen Künstler Petri-Ala Maunus davon überzeugt hatten, dieses Projekt überhaupt zu beginnen.

„Was kostet der Jesus?“ – Eine komische Frage. Irgendwie kommt es mir sehr seltsam vor, religiöse Bilder zu kaufen, ohne religiös zu sein. Aber am Ende wollen die Leute auf dem Flohmarkt etwas verkaufen und so übte ich meinen Spruch weiter und kaufte auf dem ersten Flohmarkt gleich vier Bilder.

Meine Gäste heute, bei der Vernissage, gewissermaßen, waren Deniz Saylan, der Fotograf, der mir mit der Überwachungskamera ausgeholfen hat und seine Frau, Gerd Schneider, ein guter Freund, Kollege und Theologe, sowie mein Chef.

Der Fotograf, der sowohl meine Wohnung als auch die Bilder darin gesehen hatte, als diese noch am Boden standen, war von der fertigen Installation dennoch beeindruckt. Mein Chef, der sich mit zeitgenössischer Kunst auskennt meinte, es sei noch besser geworden, als er es erwartet hätte. Und: Er sei noch nie auf einer Ausstellung gewesen, wo die Menschen so lange noch über das gezeigte und erlebte gesprochen haben, wie inmitten der vielen Jesus-Bilder.

Der Theologe reagierte sehr heftig auf Jesus #15. „Das müssen die gleichen gemalt haben, die auch für die Nazis die ganze Propaganda gemalt haben!“ Abgesehen davon konnte er als studierter Theologe natürlich sehr viel zu den einzelnen Motiven und den zugrundeliegenden Geschichten und der Symbolik erzählen, was insgesamt enorm spannend und hilfreich war.

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